Immendingen

Prüf- und Technologiezentrum Daimler AG

 

Kenndaten:

Planungszeitraum: Aug 2013 - April 2014

Gebietsgröße:
Gesamtgebiet ca. 537 ha
Hochbauzone ca. 44 ha

Projektbeschreibung:

Durch den Abzug der französischen Truppen und die Entscheidung der Bundesregierung, im Zuge der Bundeswehrreform den Standort Immendingen aufzugeben, besteht ein direktes öffentliches Interesse, eine Nachfolgenutzung für die bisher militärisch genutzten Flächen der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne und des angeschlossenen Standortübungsplatzes auf Markung der Gemeinde Immendingen zu finden.

Mit der Daimler AG bzw. Tochtergesellschaften der Daimler AG (im Folgenden allgemein als Vorhabenträger bezeichnet) wurde ein Unternehmen gefunden, das in besonderem Maße geeignet ist, das ca. 530 ha große Areal einer sinnvollen und nachhaltigen Folgenutzung zuzuführen.

Der Konzern beabsichtigt auf dem Gelände ein eigenständiges Prüf- und Technologiezentrum zur Weiterentwicklung und Erprobung der Automobiltechnik zu realisieren. Die Gemeinde Immendingen unterstützt das Vorhaben, das nicht nur wirtschaftliche Impulse (z.B. Kompensation für wegfallende Kaufkraft und Arbeitsplätze) bringt sondern auch öffentliche Aspekte des Gemeinwohls positiv beeinflussen wird.

Im Vorfeld wurde vom Vorhabenträger eine umfassende und systematische Standortsuche durchgeführt, in der im regionalen Umfeld der bestehenden Produktions- und Entwicklungszentren flächendeckend potentielle Standorte im ländlichen Raum sowie insbesondere Konversionsflächen und weitere Angebotsflächen untersucht und in einem gestuften Prozess bewertet wurden. Dabei hat sich der Standort Immendingen bei rund 120 geprüften Flächen als der Geeignetste erwiesen. Wesentliche Aspekte für die Standortentscheidung waren unter anderem die geringe Betroffenheit der Landwirtschaft aufgrund der militärischen Vornutzung, die Entfernung zu den umgebenden Siedlungsflächen sowie das hohe Potenzial des Standortes in Hinblick auf die Erreichbarkeit der Vorhabenziele.

Für das „Prüf- und Technologiezentrum“ wurden zeitgleich zwei eigenständige Bebauungspläne aufgestellt. Damit wurde der grundlegend unterschiedlichen Gebietscharakteristik des landschaftlich geprägten Standortübungsplatzes im Westen (Prüfgelände) und des überwiegend bebauten Kasernen-Areals im Osten (Hochbauzone) entsprochen. Das Prüfgelände hat eine Fläche von ca. 493 ha, die Hochbauzone von insgesamt ca. 44 ha.