Standseilbahn, Künzelsau

Wohngebietserschließung

 

Kenndaten:

Planungszeitraum: 2001

Fotodokumentation: Achim Birnbaum

Projektbeschreibung:

Die Topografie für das neue Wohnbaugebiet Taläcker selbst ist relativ günstig, das Gebiet liegt aber am Rand des Kochertales und ist von der Kernstadt durch einen steilen Hang und einen Höhenunterschied von knapp 300 m getrennt. Zunächst war vorgesehen, mit einer 2 – 3 spurigen Straße am landschaftlich sehr empfindlichen Hang entlang zum Gebiet Taläcker zu fahren, da die Erschließung über Gaisbach große Umwege beinhaltete.
Aus diesem Grund entstand im Büro die Idee, das Gebiet mit einer direkten Bahnverbindung an die Innenstadt anzuschließen. Somit sollte auch eine Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung der gerade frisch sanierten Kernstadt geleistet werden. In verschiedenen Alternativen wurden Linienführungen und Betriebsarten untersucht.

Letztlich fiel die Wahl auf eine Standseilbahn als ökonomisch und betrieblich günstigste Form. Die planerischen Vorbereitungen (Linienführungen, Planfeststellungsverfahren, Förderanträge etc.) wurden bis zum Bürgerentscheid vom Büro betreut. Anschließend erhielten wir den Auftrag für den Bau der Bahnhöfe und das Design der Wagons.
Der Bürgerentscheid viel sehr knapp aus; heute kann sich wohl niemand mehr diese Bahn aus Künzelsau wegdenken. Sie befördert im Jahr mehr als 350 Tsd. (prüfen) Fahrgäste und ist ein wirksamer und integrierter Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrssystems der Stadt.